


Die St. Marienkirche in Klütz zählt zu den bedeutenden Stadtkirchen in Mecklenburg. Der älteste Teil, welcher noch deutlich romanische Einflüsse enthält, stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Es ist der Chorraum der dreischiffigen Hallenkirche, das Langhaus wurde später im Übergangsstil (Romantik-Gotik) erbaut. Der quadratische Turm (56 m) wurde als letzter Bauteil wohl erst im 14. Jahrhundert angefügt und diente in früherer Zeit als Seezeichen. Der achteckige Helm hat die Form der in Norddeutschland typischen "Bischofsmütze".
Das älteste vorhandene Stück der sonst in den vergangenen Jahrhunderten verloren gegangenen mittelalterlichen Ausstattung ist der schöne Taufstein aus Granit mit romanischen Bögen. Die Kanzel ist 1587 gebaut worden, als sie für die Predigt im protestantischen Gottesdienst erforderlich wurde. Der Barockaltar, 1730 in Wismar hergestellt, bietet die typischen Themen: Abendmahl, Kreuzigung und Auferstehung. Vier Glocken befinden sich im Turm, eine von 1508, gegossen von Hinrich van Kampen, eine von 1513, eine 1608 gegossene von Vites Siebenbaum und eine weitere aus dem Jahr 1750.
Beim Verlassen der Kirche durch das Südportal "bittet" der mittelalterliche Opferstock seit Jahrhunderten um Spenden zum Erhalt der alten Backsteinkirche.