St. Jakob und St. Dionys

St.Jakob und St. Dionysius

Die sehr hohe kulturhistorische Wertigkeit dieser Kirche im norddeutschen Raum liegt in ihrer Bedeutung als erhaltene Hallenkirche. Als erste mecklenburgische Stadtkirche leitet ihre Halle "mit Pfeilern von erdhafter Wucht und derber, fassbarer Raumgestalt" den mecklenburgischen Eigenstil ein.

Die dem heiligen Jakob und Dionysius geweihte Kirche entstand wohl etwa ab 1200 als dreijochiger Bau im Osten, die beiden westlichen Langhausjoche, das Turmjoch und der ursprüngliche Ostgiebel um 1220. Um 1292 wurde der Turm vollendet, der ursprünglich als Doppelturm geplant war. Mauerwerksteile aus der Zeit um 1210 befinden sich im Erdgeschoss der ersten der Kapellenanbauten im Osten an der Nordseite, der mit dem Bau des Chores erhöht wurde. An der Südseite ist das 1220 entstandene rundbogige Portal bemerkenswert. Schlanke rundbogige Fenster sind am Langhaus, breitere gotische Fenster am Chor.

Die Gewölbemalereien sind vermutlich im 2. Viertel des 13. Jh. entstanden. Sie wurden Mitte der 1950er Jahre freigelegt und restauriert. Mittelalterliche Weihwasserbecken, Wandleuchter aus dem 16. und 17. Jahrhundert, eine Opfertruhe und drei Kronleuchter ergänzen die Ausstattung.

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