


Rehna ist im Zuge der Christianisierung des Westslawenlandes durch Heinrich den Löwen Mitte des 12. Jahrhunderts gegründet worden und damit eine der ältesten Ortschaften Mecklenburgs. Die Stadt liegt am Flüsschen Radegast, das sich von Gadebusch kommend in Mäandern durch eine sanfthügelige Landschaft schlängelt.
Rehna ist eine reizvolle Kleinstadt mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Das bekannteste ist das „Deutsche Haus, einstmals Poststation mit Schmiede. Heute beherbergt es die Stadtbibliothek und ein Museum mit Rehnschen Trachten, alten Schriften und einer Schusterwerkstatt. Das Schuster- und Schmiedehandwerk, sowie andere Gewerke prägten Jahrhunderte das Gesicht dieser Stadt. Heute ansässige Handwerksbetriebe setzen diese Tradition fort.
Im Zentrum liegt die gut erhaltene, bis heute schrittweise restaurierte Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert. Wertvolle Wandgemälde aus klösterlichen Zeiten im östlichen Kreuzgang, im Kapitelsaal und in der Propstei verleihen den Räumen eine besondere Ausstrahlung. Der nach historischem Vorbild angelegte Klostergarten verbindet die Klostergebäude mit dem Mühlenteich und dem "Heinrich-Sternberg-Park". Dieses Areal erfährt derzeit eine Ergänzung durch einen Hildegard- von Bingen-Garten und ein Kneippbecken. Letzteres wird durch einen artesischen Brunnen im Klosterhof gespeist, einer von 5 weiteren Brunnen dieser Art im Stadtgebiet. Mit dieser Gartenanlage ist Rehna 2009 Außenstandort der Bundesgartenschau Schwerin. Eine Kunstgalerie und Angebote im Wellnessbereich findet der Besucher in den Fachwerkhäusern am Kirchplatz, aber auch um den schönen Markt gibt es einiges zu entdecken.
Kirche und Klosteranlage können jederzeit besichtigt werden. Gewünschte Führungen für alle Altersstufen vermittelt die Kloster- und Stadtinformation.
Rehna bildet das nördliche Tor zum Biosphärenreservat Schaalsee. Rad- und Wanderwege zwischen den Städten im Klosterdreieck Ratzeburg - Rehna - Zarrentin führen durch naturbelassene Auenwälder und Feuchtwiesen, vorbei an einladenden Seen. Dabei lernen Sie eine Landschaft kennen, die Heimat vieler bedrohter Pflanzen- und Tierarten ist.
Wer sanften Tourismus in Einklang zwischen Mensch und Natur erleben will und sich für ein Stück Backsteingotik Mecklenburgs interessiert, sollte die Klosterstadt Rehna unbedingt besuchen.