


Schon von weitem kündigen überall in Nordwestmecklenburg stattliche Backsteinkirchen als Landmarke vom Stolz der Region. Den Grundstein legte Heinrich der Löwe. Im 13. Jh. lösten sowohl der wirtschaftliche Aufschwung, als auch die von den Bischöfen vorangetriebene Christianisierung einen immensen Bauboom aus.
Da kein abbaubares Material vorhanden war, musste man sich Steine aus Tonerde backen. Diese roten Backsteine ergaben zusammen mit den grauweißen Mörtelfugen die heute noch überall sichtbare Backsteinoptik.
"Wege zur Backsteingotik" führen Einheimische und Gäste durch das ganze Land. Beginnen Sie ihre Reise in Nordwestmecklenburg. Zahlreiche Kirchen und Klosteranlagen heißen Sie herzlich willkommen.
Die St. Nikolaikirche zu Grevesmühlen ist ein Backsteinbau aus dem 13. Jh. Im Chorraum befindet sich eine Tauffünte aus dem Jahr 1230. 1872 wurde eine vom Schweriner Orgelbaumeister Friedrich Friese gebaute Orgel in Betrieb genommen. Die Sommerkonzerte der Kirche laden jährlich zu einem besonderen Musikerlebnis ein.
Die St. Marienkirche Klütz ist ein frühgotischer Backsteinbau aus dem 13 Jh. Sie ist eine dreischiffige Hallenkirche, deren oberer Turm mit einer Bischofsmütze verglichen wird. Sommerfeste, Konzerte, Ausstellungen und ein Weihnachtsmarkt gehören zu den Veranstaltungen in und rund um die Kirche.
Die St. Laurentiuskirche Schönberg stammt aus dem 14. Jh. Wertvolles sakrales Bauwerk ist die Bronzetaufe von 1357. Die Winzer Orgel wurde 1847 eingeweiht. Sie erklang erstmals unter den Händen ihres Erbauers, dem Wismaraner Orgelbaumeister Friedrich Wilhelm Winzer, und ist die größte heute noch erhalten gebliebene Orgel aus seiner Werkstatt.
Von Juni bis September bildet die Kirche das kulturelle Zentrum für den Schönberger Musiksommer. Jeden Dienstag um 20.00 Uhr erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm umrahmt von Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst.